Sonntag, 15. April 2018

Napoleonhüte

Unser letzter Dänemarkurlaub liegt schon über 15 Jahre zurück. Damals waren wir noch mit der kompletten Familie in der Nähe von Ringkøbing. Vor kurzem wurde ich von einem Mitglied der Familie daran erinnert, als ich ein Foto per Messenger geschickt bekam. Darauf abgebildet die Napoleonhüte, die sich bei uns großer Beliebtheit erfreuen – damals wie heute.

Gruß aus Dänemark

Zutaten für den Teig
150 g weiche Margarine oder Butter
100 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei (Größe M)
300 g Weizenmehl

Zutaten für Füllung und Deko
200 g Marzipanrohmasse
1 Eiweiß
100 g Zucker
200 g Zartbitter Kuvertüre


Zubereitung
Ei, Salz und Zucker zu einer schaumigen Masse schlagen. Mit der Margarine zu einer Creme rühren. Mehl unterkneten und den Teig zu Kühlen für zwei Stunden in den Kühlschrank legen.


Zucker und Eiweiß schaumig schlagen das Marzipan in Flocken zu geben und mit einem Handrührgerät gut verquirlen. Mit einem Teelöffel Portionen abstechen und mit Nassen Händen zu einer etwa 2cm großen Kugel formen.


Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig etwa 4mm dick ausrollen und in Kreise von 10cm Ø ausstechen.


In die Mitte der Teigkreise eine Marzipangugel legen, drei Seiten zur Mitte einklappen und festdrücken.


Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft etwa 12 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen abkühlen lassen.

Die Kuvertüre klein brechen und über einem Wasserbad schmelzen.


Die Napoleonhüte mit der Unterseite und den Ecken eintauchen und auf einem Kuchengitter zum Trocknen ablegen.

warum den in die Ferne schweifen...

Montag, 9. April 2018

Tomaten-Kichererbsen-Topf

Im Januar gab es bereits einen Kichererbsen-Eintopf. Ein kleiner Rest der getrockneten Hülsenfrüchte hatten wir noch in unserem Vorratsschrank. Mit einer Dose pürierter Tomaten landeten sie nun heute in meinem Topf.


Zutaten
125 g getrocknete Kichererbsen
1 Dose pürierter Tomaten
2 - 3 Kartoffeln
1 - 2 Wurzeln
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 g durchwachsenen Speck
2 Kabanossi
Olivenöl zum Andünsten
Salz und Pfeffer zum Abschmecken


Zubereitung
  • Die Kichererbsen nach Packungsangabe vorher in Wasser einweichen.
  • Speck in Würfel schneiden.
  • Kabanossi in Scheiben schneiden.
  • Gemüse putzen, schälen und klein schneiden.
  • Speck in etwas Öl auslassen.
  • Wurstscheiben mit anbraten.
  • Die Zwiebelwürfel und Knoblauch hinzugeben.
  • Kleingewürfelte Kartoffeln und Wurzeln in den Topf mit andünsten.
  • Die abgegossenen Kichererbsen und die pürierten Dosentomaten mit unterrühren.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Den Topfinhalt zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze weiter garen.

ein Klacks Saure Sahne und etwas Grün als krönenden Abschluss

Mittwoch, 4. April 2018

"Schwedischer" Nudelteller mit Hackfleischbällchen

Wenn wir nach stundenlangem Stöbern im schwedischen Möbelhaus eine Stärkung brauchen machen wir eine Mittagspause im Restaurant. Die Wahl fällt meistens auf die leckeren Hackfleischbällchen. Abgerundet werden die Köttbullar mit Preiselbeermarmelade sowie Kartoffelpüree als Sättigungsbeilage. Jedenfalls ist das hierzulande so üblich. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Gericht in einer Filiale in Genua oder Florenz etwas anders aussieht.

ein schnelles und einfaches Mittagessen

Z.B. mit einer Salatbeilage aus Tomaten und Feldsalat mit Olivenöl-Balsamico-Dressing und Farfalle als Sättigungsbeilage. Dazu einen Klacks Tomatensoße und etwas Parmesankäse.

Samstag, 17. März 2018

St. Patricks-Kuchen

St. Patricks Day. Wie jedes Jahr wird auch heute bei uns am 17. März kräftig gefeiert. Nach einiger Recherche im Netzt habe ich mir ein eigenes Rezept für einen St. Patricks-Kuchen, mit einem guten Schuss Irischem Bier, zusammengestellt


Zutaten für den Teig
120 ml dunkles irische Bier
115 g Butter, gewürfelt
35 g Backkakao
2 Eier
75 g Saure Sahne
100 g Zartbitterschokolade
200 g Mehl
200 g Farinzucker
1 gestrichenen TL Backnatron
1 Prise Salz



Zutaten für den Überzug
200 g Kuvertüre
100 g gehobelte Mandeln


Zubereitung
  • Bier erwärmen die Butter darin schmelzen und kurz köcheln lassen.
  • Topf vom Herd nehmen und Kakaopulver unterrühren.
  • Zum Abkühlen beiseite stellen.
  • Schokolade in grobe Stücke hacken.
  • Mehl, Farinzucker, Backnatron und Salz vermengen.
  • Ei und saure Sahne in einer Schüssel mit dem Mixer verquirlen. Die abgekühlte Biermischung zu einem glatten Teig verrühren.
  • Bier-Kakao-Masse mit der Mehl-Zucker-Masse zu einem geschmeidigen Teig verrühren
  • Kastenform (25 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben. Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze  vorheizen.
  • Teig in die Form füllen und gleichmäßig verstreichen.
  • Auf der mittleren Schiene für etwa 50 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe den Garzustand prüfen.
  • Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.
  • Nach dem Abkühlen aus der Form stürzen.
  • Kuvertüre über den Kuchen streichen und mit gehobelten Mandel bestreuen.
kräftiger, würziger Schokoladengeschmack mit saftiger Konsistenz


Mittwoch, 14. März 2018

Marmorikaner

Beim Herantasten an das beste Rezept für meine Amerikaner wurde es mir zu langweilig immer nur nach der ausreichenden Menge des Backtreibmittels zu suchen. Bei den letzten Versuchen sind sie mir zu sehr aufgegangen. Auf der anderen Seite sollten sie auch noch fluffig genug sein. Ich durfte das Backpulver nicht zu drastisch reduzieren. Um zusätzlich noch ein wenig Abwechslung ins Gebäck zu bringen, habe ich sie marmoriert. Für die Versuche habe ich die Menge der Zutaten halbiert. Das reicht für sechs Stück.

Für sechs Stück reich die Hälfte. Die Zitrone wurde durch Kakao ersetzt.


Zutaten für den Rührteig
50 g weiche Buter
50 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
125 g Mehl
25 g Speisestärke
6 g Backpulver
1 EL Backkakao

Zutaten für die Glasur
60 g Puderzucker
1 EL Backkakao

Zubereitung
Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Mixer durchrühren bis eine cremige Masse entsteht. Das Ei unterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver vermengen, sieben und ebenfalls unterrühren. Die Hälfte des Teigs abnehmen und mit dem Backkakao verrühren.

Einen gehäuften Teelöffel weißen mit einem braunen Teig in den nassen Handflächen zu einer handtellergroßen Linse formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.


Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft für etwa 10 Minuten auf der mittleren Schiene backen.


Einen Teil des Puderzuckers mit etwas heißem Wasser zu einer zähen Masse verrühren. Zu dem verbleibenden Teil des Puderzuckers den Kakao geben und unter Zugabe von etwas Heißem Wasser ebenfalls zu einer geschmeidigen Masse rühren.


Die plane Fläche der fertig gebackenen Amerikaner je zur Hälfte mit weißer und mit brauner Glasur bestreichen und zum Trocknen auf ein Kuchengitter legen.

noch gut fluffig trotz flacher Form

Montag, 12. März 2018

Amerikaner

Es ist eine ganze Weile her, dass ich aus dem Kolonialwarenladen meiner Oma berichtete. Damals ging es um Hanseaten, die sie für 15 Pfennig in ihrem Sortiment hatte. Gleich daneben lagen die Amerikaner für zwei Groschen (20 Pfennig). Weswegen kleine Kuchen in diesem Preissegment auch Groschenstücke genannt wurden. Anlässlich ihres 114ten Geburtstags versuche ich mich mal an diesem Kleingebäck.

Aus einer ganzen Reihe von Rezeptvorschlägen aus dem Netz entschied ich mich für eines von einer Seite eines Margarineherstellers. Um den Rezept eine persönliche Note zu verleihen, habe ich noch den Abrieb einer Zitrone mit unter den Teig gerührt. Ansonsten hielt ich mich strikt an die Zutatenliste und der Backanleitung.


Der Teig war wirklich nicht einfach mit den Händen zu einem Kegel (?) zu rollen und ich war dankbar für den Tipp mit den feuchten Fingern. Meine Kegel erinnerten eher an Halbkugeln. Weil nicht alle Esslöffel gleich groß sind, bekam ich auch nur 10 statt 12 Kugeln aus dem Teig geformt.


Beim Nachbacken von Rezepten bin ich zudem vorsichtig was die Angaben zur Backzeit betrifft. Nach zehn Minuten hatte mein Kleingebäck bereits die nötige Bräune und ich nahm sie zügig aus dem Ofen.


Den übertriebenen Abstand zwischen den Kuchen, hätte ich mir sparen können. Entgegen meinen Erwartungen waren sie nicht in die Breite gegangen, sondern in die Höhe und erinnerten mit ihrer Form eher an Brötchen.


Für die Glasur habe ich mich aus einem einfachen Zuckerguss aus Zitronensaft und Puderzucker entschieden und auf aufwendige Verzierungen verzichtet.


Entweder suche ich nach einem neuen Rezept oder ich muss sie beim nächsten Versuch mit den Händen flacher ausformen. Geschmack und Qualität sprechen für Letzteres.


Das Ausformen zu flachen Linsen brachte nur geringen Erfolg. Die Amerikaner blähten sich trotzdem zu sehr auf. Da sich auch Risse in der Kruste bilden, werde ich beim nächsten Versuch die Menge des Backpulvers verringern. Das Ergebnis des Versuchsmit den Zutaten für sechs Stück findet ihr bei meinen Marmorikanern.

Sonntag, 4. März 2018

Himmel und Erde überbacken

Als ich neulich beim Stadtschlachter in der Warteschlange stand und hörte wie die Kundin vor mir nach einer Grützwurst verlangte, bekam auch ich Appetit darauf. Nebenan auf dem Wochenmarkt erstand ich noch ein paar Äpfel. Kartoffeln und Zwiebeln hatten wir noch im Haus vorrätig. Somit waren alle Zutaten für "Himmel und Erde" beisammen. Als ich dann in unserer Küche die Töpfe und die Pfanne aus den Schränken kramte, stieß ich auf die Auflaufform und plötzlich war die Idee zu einem überbackenen "Himmel und Erde" geboren.


Zutaten
8 mittelgroße Kartoffeln
1 gestrichenen TL Salz
Milch
Butter
1 Prise Muskatnuss
1 Grützwurst
1 Apfel
1 Zwiebel
Fett zum Braten



Zubereitung
  • Die geschälten Kartoffeln in Salzwasser garen.
  • Apfel abspülen, entkernen und in Ringe schneiden.
  • Zwiebeln abpellen und ebenfalls in Ringe schneiden.
  • Apfel- und Zwiebelringe in einer Pfanne gleichmäßig kurz anbraten, dass sie nur leicht gebräunt sind und auf einem Teller ablegen.
  • Grützwurst von der Pelle befreien und in der Pfanne anbraten.
  • Kartoffeln abgießen.
  • Mit Milch, Butter und eine Prise Muskatnuss zu einer geschmeidigen Masse zerstampfen.
  • Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
  • Eine Schicht Kartoffelstampf in die Auflaufform schichten, darauf die Grützwurst und dann wieder eine Schicht Kartoffelmus. Zum Abschluss die Apfel- und Zwiebelringe auf dem Ganzen verteilen.
  • Auf der mittleren Schiene für etwa 8 Minuten überbacken.

wer mag raspelt noch etwas Käse drüber bevor es in den Ofen geht